Man
darf aber auch nicht vergessen, wo ich herkomme bzw. was ich schon
hinter mir habe. Ne ne, alles erzähle ich euch nicht. Das habe ich ja noch nicht einmal meinen Menschen erzählt. Nur so viel: Bis
ich zu meiner jetzigen Familie kam (und wie gesagt, da war ich gerade
mal zwei Jahre alt) habe ich mindestens vier Stationen (mit Tierheim)
durchlaufen. Also die sind jetzt mindestens mein fünftes Zuhause. Wahnsinn, oder?
Ich kannte nicht so viel. Vieles fand ich merkwürdig und musste erst einmal angebellt werden. Da brauchte meine neue Familie schon etwas Geduld. Sie sind dann immer mit mir zu dem "fremden Ding", was ich angebellt habe, hingegangen und wir haben dann gemeinsam nachgesehen, was das seltsames ist/war. Und siehe da, es wurde immer besser. Ich bin ja auch mit Frauchen zur Schule gegangen.
Aber wenn mir etwas ganz suspekt ist, kann es sein, dass ich schon mal wuffe. Ja, das tu' ich immer noch. Abends, im Dunkeln, wenn jemand hinterm Gebüsch "lauert". Aber wenn man mir mit einem scharfen "aus" kommt und sagt, dass das alles ok ist. Ja, dann ist es so.
Ich hatte anfangs nicht sonderlich viel Fell, so
dass Geschirre und Halsbänder ziemlich scheuerten. Das hat sich aber im
Laufe der Zeit unwahrscheinlich gelegt. Aber gut, wir haben auch immer
gewechselt, mal Geschirr, mal Halsband ...
Das kann ich nur jedem empfehlen.
Weil ich so schnell friere, habe ich sogar einen Mantel bekommen. Den brauchte ich aber bislang noch nicht. Aber wenn's denn mal von Nöten ist, dann habe ich wenigstens was warmes. Wie oft kommt es vor, dass gerade dann wenn man was braucht, es nicht mehr bekommt?
Als Leckerchen bekomme ich (bzw. wir) schon mal Straußensticks (die sind schön mager). Na ja, ich mag auch gerne mal 'nen Stück Blutwurst. Ne ganze bekomm' ich ja nicht ;-) Ja, unsere Menschen achten schon drauf, dass wir nicht zu viel "Zeugs" bekommen. Und wenn es mal ein "außergewöhnliches" Leckerchen sein soll, dann ist es irgendwas getrocknetes.
Jede Veränderung registriere ich. Wenn mich etwas wahnsinnig interessiert, dann setze ich mich auch schon mal mitten beim Spazieren gehen hin und schaue zu, wer, was, wo macht. Letztens zum Beispiel bauten welche an einer Hauswand eine neue Klingelanlage ein. Na, da musste ich doch mal zugucken, ob die auch ja alles richtig machen.
Und wehe eine Katze läuft mir vor's Gesichtsfeld. Oh oh ... dann müssen meine Menschen auch wahnsinnig viel Kraft aufbringen, mich zu halten. Das witzige ist, Sky ist natürlich genauso katzenverrückt, so dass wir dann beide in die Leine gehen.
Damit ich nicht irgendwann einmal zu den unverträglichen Hunden gehöre, gehen wir oft über die Hundewiese. So lerne ich immer mal wieder neue Kumpel kennen (wobei es geht ja nichts über meinen Sky).
Selbstverständlich gibt es Hunde, die mag ich auf Anhieb, andere sehe ich lieber aus der Ferne. Aber das finden wir normal. Meine Menschen sagen, bei denen ist es ja nicht anders.
Nein, Angst habe ich keine. Ich halte mich auch für recht selbstsicher. Andere Bulldoghalter können das von ihren Vierbeinern nicht behaupten. Aber ich kann ja auch nur von mir erzählen.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich sehr viel von Sky abgeschaut habe. Seine Gelassenheit Veränderungen gegenüber. Ihn juckt das alles komischerweise gar nicht, wenn irgend etwas anders ist als sonst. Oder seine Souveränität gegenüber anderen Hunden. Doch, Sky hat mir vieles gezeigt (wenn auch unbewusst).